Awareness

Unser Verständnis von Awareness im FKk

In unserer Gesellschaft werden bestimmte Menschen systematisch abgewertet und erfahren häufig Gewalt – auch in linken und/oder alternativen Räumen. Die vermeintliche Legitimation für solche Angriffe liefern kapitalistische, patriarchale, rassistische, antisemitische und ableistische1 Herrschaftsstrukturen. Rassistische Beleidigungen, Angriffe auf Trans*, Inter* und Non-Binaries2, sexualisierte Gewalt gegen Frauen, sexistisches Verhalten, die Verwendungen kolonial-rassistischer3 Begriffe, behindertenfeindliche Sprache und ‚witzig‘ gemeinte Bemerkungen über Andere und Ausbeutung von armen Menschen sind keine Einzelfälle, sondern strukturell bedingt. Ein Awareness-Konzept geht gegen diskriminierende Strukturen vor, indem es einerseits Anregungen für empowernde4 Reaktionen bei konkreten Vorkommnissen gibt und versucht, einen solidarischen Grundkonsens zu vermitteln.
Wir wünschen uns herrschaftsfreie Räume und Projekte, in denen eine solidarische Haltung und eine entsprechende Praxis Konsens sind. Ein Awareness-Konzept bringt einen Grundkonsens zum Ausdruck und kann dabei helfen, Verbindlichkeit und Transparenz über den Konsens herzustellen und Zuständigkeiten zu regeln. Ein Awareness-Konzept ist dabei immer auch eine Art Handlungsleitfaden für praktische Unterstützung und kann im besten Fall auf jede Art von Störung, Gewalt oder Übergriffigkeit angewendet werden.
Grundlagen für Solidarität & Awareness
• Nein heißt nein
• Prinzip der Definitionsmacht 
• Kein victim blaming
• Empowerment für Betroffene
• Ausreden lassen, aber Störungen haben Vorrang
• Geschützter Raum für Betroffene
• Alle im Raum können potenziell sowohl Betroffene als auch Täter*innen sein
• Alle im Raum – ganz besonders die Awareness-Crew, Verantwortliche am Tresen und an der Tür, Musiker*innen, Dj*s und Vortragende – sollten sich ihrer Privilegien bewusst sein und sie reflektieren
• gemeinsames Codewort vereinbaren, mit dem sich Menschen an das Personal/Awareness-Team wenden können, um eine niedrigschwellige Erreichbarkeit zu ermöglichen


Seht nicht weg, weil ihr unsicher seid, sondern zeigt euch solidarisch!